Europäische Länder hinken in den Verteidigungsfähigkeiten den USA um 3-10 Jahre hinterher.


Europa hinkt den USA in der Entwicklung der Verteidigungsindustrie hinterher
In einigen Bereichen hinken die europäischen Länder in der Entwicklung der Verteidigungsindustrie den USA um drei bis zehn Jahre hinterher. Diese Meinung äußerte Serhiy Zhurts, Direktor der Informations- und Beratungsfirma Defense Express und Mitbegründer des Konsortiums für Verteidinformations.
'Es geht um das Nachhinken von drei, fünf und sogar zehn Jahren im Vergleich zu amerikanischen Herstellern in grundlegenden Dingen. Europa versucht, seine Ansätze zur Aufrüstung zu ändern', sagte er.
Die Umsetzung des Weißbuchs zur europäischen Verteidigung – dem Plan 'Aufrüstung Europas/Bereitschaft-2030', präsentiert von der Europäischen Kommission am 19. März, könnte die Situation ändern. Darin sind die Thesen zur Schaffung eines gemeinsamen europäischen Marktes für Verteidigungsausrüstung enthalten.
'Es geht um eine Reihe von Bereichen, in denen sie ihre Fähigkeiten (Luftabwehr, Raketenabwehr, Artillerie, KI, Logistik usw.) stärken, ihre Abhängigkeit von den USA verringern und sich auf einen Krieg mit der RF vorbereiten müssen. Insbesondere, um die Ukraine einzubeziehen. Es ist wichtig, wie die 150 Milliarden und 800 Milliarden verteilt werden', erklärte Zhurts.
Zhurts behauptet, dass es für die europäischen Länder eine Herausforderung sein wird, die Mittel in konkrete Projekte umzuwandeln. Bisher war der Verteidigungssektor der einzige Bereich, der im Rahmen der EU nicht reguliert wurde, und die geplanten Projekte müssen zu europäischen Projekten werden.
'Die vorherige Erfahrung solcher Kooperation war nicht positiv. Lassen wir uns hoffen, dass die EU daraus Lehren zieht. Dabei wird die Erfahrung der Ukraine und die Realität auf dem Schlachtfeld berücksichtigt (wir sind bereit, uns zu beteiligen)', bemerkte der Experte.
Laut dem Experten kann in naher Zukunft mit Hilfe in Form von Munition und gepanzerten Fahrzeugen gerechnet werden. Die Luftabwehrsysteme werden später geliefert, und die Produktion von Drohnen ist in Kooperation mit ukrainischen Herstellern geplant.
'Im Weißbuch gibt es einen großen Block zu UAVs, und darin – über die Finanzierung ukrainischer Projekte, gemeinsame Produktion. Sie wollen auch keine chinesischen Komponenten kaufen', berichtete Zhurts.
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